Urlaub Kia EV4: Langstreckenerfahrungen

  • Ich habe zwar bisher nur einen längeren Tagestrip nach Xanten gemacht, aber da war ich auch voll zufrieden.

    Mit 90% (Großer Akku) gestartet. Etwas im Stau gestanden, ansonsten zügig auf der Autobahn unterwegs gewesen und nicht verbrauchsschonend gefahren. Die Autobahn war stellenweise sehr frei, daher auch eine Zeit lang 150 Tempomat.

    Hinterher bin ich zu Hause mit 1% angekommen nach ca. 450km.


    Das Auto hat nur etwas genervt das es unbedingt noch laden wollte 😀.

  • Wow, 1% ist natürlich sportlich. Ich bin nur einmal mit 7% angekommen. Zu oft sollte man das aber nicht machen, da es die Batterie 🔋 doch verstärkt stresst.

    Hi Raibisch,

    das Leerfahren bis auf 1 % ist technisch weit weniger dramatisch, als oft befürchtet – vorausgesetzt, man beachtet das richtige Prozedere:

    1. Fahrtbetrieb & Leistung: Bei 1 % steigt zwar der Innenwiderstand der Zellen und hohe Ströme könnten theoretisch schaden, genau davor schützt das BMS aber absolut zuverlässig über die Leistungsreduzierung (Schildkröte). Zudem ist 1 % Display-SoC chemisch noch keine Null, da die Hersteller einen Sicherheits-Puffer nach unten (Bottom-Buffer) reservieren. Das BMS orientiert sich dabei strikt an der schwächsten Zelle.
    2. Der eigentliche Risikofaktor – die Standzeit: Wirklich schädlich wird es erst, wenn man den Wagen mit 1 % tagelang stehen lässt. Durch Ruhestromverbräuche (12V-Stützung, Telematik) und das Auskühlen des Akkus kann er dann tatsächlich in eine schädliche Tiefentladung rutschen.

    Wer – wie hier – direkt zu Hause ansteckt und auflädt, stresst die Chemie kaum. Langes Stehen bei 100 % in der Sommerhitze setzt den Zellen wissenschaftlich betrachtet deutlich mehr zu als das gelegentliche Ausreizen nach unten mit sofortiger Ladung.

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