Sodala, hier nun unsere Erfahrungen mit den ersten 7000Km seit Ende Februar.
Kia EV4 GT Line mit allem in grau.
Das Fahrzeug ist unser bisher 5.Kia nach Carens, Sportage, Sportage, und Picanto. Für den EV4 hat sich meine Frau entschieden, da ihr das Design besser gefiel als der EV3 und die von uns ins Auge gefasste Alternative BMW iX1 der ebenfalls ein nicht unbedingt bevorzugtes SUV gewesen wäre, aber mit etwas weniger Reichweite. Andere Modelle wie Cupra Born fielen raus (kein Anhängerbetrieb), Chinesen (wollten wir nicht) oder Renault (schwaches PLV beim Leasing).
Wir konnten den EV4 Ende Februar abholen, und sind seitdem rund 7000km gefahren, davon meine Frau rund 300Km pro Woche ins Geschäft, ein bis zweimal fahre ich auch mit 50Km ins Geschäft dank Schichtdienst und Fahrgemeinschaft. Dazu unsere Tochter zum Shopping 400Km
mit Vollgas... zuletzt noch eine Urlaubstour durch Deutschland vom Allgäu über Dresden nach Usedom, Hamburg, Bamberg wieder zurück ins Allgäu mit rund 2500Km.
Geladen wird zu Hause zu 90% mit PV Überschuss, der Rest für 30 Cent/kWh, also nicht nur billig sondern fast schon geschenkt. Der Verbrauch zu Hause beim pendeln über Landstraße Stadt etc. liegt bei rund 15 - 17 kWh/100km. Bei Tempo 120 auf der Autobahn mit 2 Fahrrädern auf der Anhängekupplung bei rund 21kWh/100km.
Das Fahrzeug fährt sich hervorragend, satt Leistung, komfortables Fahrwerk, top Reichweite mit 81kWh Akku, gute Ladezeit bei rund 125kW Ladeleistung (das geht zwar schneller, ist aber für uns völlig irrelevant, die Kaffeepause dauerte immer länger als die Ladezeit). Viel Platz im Innenraum, gute Bedienlogik wie immer bei Kia, super Ausstattung und sehr gute App mit klasse Anbindung und Steuerung. Lediglich der Kofferraum ist nicht allzu üppig, und ein Frunk fehlt, ist für uns aber eher unwichtig. Ein Verbrenner kommt für uns nie wieder in Frage.
Leider ist während unserer Deutschland-Tour das Navi ausgefallen, wir konnten somit die Ladesäulen nur noch übers Handy routen. Gegen Ende der Tour verweigerte auch noch das apple car play den Dienst, da waren wir wieder zurück in 2010 mit der Navi-Halterung am Armaturenbrett
kein riesiges Problem, aber man denkt doch dann immer wieder daran wie unkompliziert es bei Tesla läuft.
Ebenso umständlich war die Laderei, auch wenn wir schon 5 Jahre elektrisch fahren, allerdings nur zu Hause rum und ins Geschäft, war dies unsere erste Tour mit mehreren Ladestopps. Das ist der Bereich an dem noch am meisten gearbeitet werden muss.
Wir haben schon im voraus Ladekarten von EnBW, Ionity, und EWE go geordert, samt den Apps und der Tesla App. Was sich dann immer wieder als Problem erwiesen hat waren die verschiedenen Anbieter, die wir einfach testweise immer wieder angefahren haben. Bei EON konnte ich mit Kreditkarte nicht bezahlen trotz Eingabe aller Daten über den QR Code an der Säule. Warum? keine Ahnung? Bei Vattenfall funktionierte es einmal, beim zweiten Versuch wollte die Verifizierung über den QR Code die letzten 4 Ziffern der letzten Rechnung
ich hatte noch gar keine Rechnung... Da steht man halt schnell mal 20 Minuten an der Säule rum und fährt dann ohne Strom weiter.... Die Schilder an der Autobahn helfen auch nicht viel, erstens zeigt es keinen Anbieter an, und zweitens gibts auch mal trotz Schild keine Ladesäule weil die gerade im Bau ist. Bei regionalen Anbietern in Meckpomm und Hessen konnten wir trotz Bezahlmöglichkeit keinen Strom rauskitzeln, und an einer Säule in Usedom gab es keinen Kartenslot, kein QR Code, weder ein Display, noch eine NFC Aktivierung, noch sonst irgendeine Info, ob das Ding nicht funktioniert, meine Karten nicht will, Apps benötigt oder eine Mitgliedschaft in einer Vereinigung benötigt.
Geladen haben wir dann zuletzt in Usedom an einer Säule die zwar nur 11kW bereitstellte, diese aber immerhin mit 82Cent vergütet sehen wollte, der Lader am Lidl war sonntags außer Betrieb, ein weiterer Versuch bei Lidl in Meckpomm endete damit dass wir nach einer Stunde am "Schnellader" 10,8kWh geladen hatten
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Perfekt geklappt hat es bei EWE go, hier gibts an den MC Donalds fett Leistung und auch einen Kaffee oder Chicken Nuggets die langsamer gegessen sind als das Auto lädt.
Sehr gut auch die EnBW Säulen, beste Anleitung auf dem Display, mehrere Bezahlmöglichkeiten und maximale Leistung abrufbar, gut verteilt.
Auch gut: Ionity
etwas teuer, hat aber perfekt funktioniert, und gut verteilt.
Nachdem wir an einer mer-Ladesäule an der A7 bei Fulda keinen Strom bekamen (beide Lademöglichkeiten waren frei), warum auch immer, trotz Versuchen mit Apps, QR Code, eigener Unfähigkeit, und verschiedener Karten (und wie andere Reisende berichteten nicht die ersten die hier ohne Strom wieder weiterfuhren), fuhren wir 7Km weg von der A7 eine EnBW Ladestation an, dort standen 6 Fahrzeuge beim Laden (warum wohl?) die allesamt von der Autobahn abgefahren sind, und als Urlauber auf der Durchreise waren. Dort war unsere Ladepause kürzer als die Versuche an der mer Tanke ein paar Watt zu bekommen.... Unser Fazit: Nur bei den genannten Anbietern laden, alles andere war Ärgernis, Zeitverschwendung oder Glücksspiel. Hier muss noch gewaltig was passieren, eine Marktbereinigung stattfinden, und auch in kleinen Orten vernünftige Lademöglichkeiten forciert werden, um die E-Mobilität wenigstens einigermaßen in vernünftige Bahnen zu führen. Jeder der keinen Bock auf solche Umstände hat, und sich nicht mit einem Gewirr aus Ladetarifen, Bezahlmöglichkeiten oder unklaren Bezahlmöglichkeiten auseinandersetzen will fährt besser Verbrenner.